Experimentieren ist konstitutiv für künstlerische Prozesse – umso erstaunlicher, dass künstlerische Experimente bisher überwiegend unter wissensgeschichtlicher und historischer Perspektive sowie innerhalb einzelner Künste oder im Rahmen von Spezialanalysen thematisiert worden sind. Der interdisziplinäre Band reagiert auf dieses Desiderat: Die Beiträge untersuchen experimentelle Phänomene in den Künsten aus literatur-, theater-, film-, medien-, kunst- und musikwissenschaftlichen sowie (kunst-)philosophischen Perspektiven und fokussieren Experimente im transmedialen Vergleich. So entsteht ein Querschnitt experimenteller Verfahren in Literatur, Theater, Film, Musik und bildender Kunst……………..
Samuel Koch sitzt im Rollstuhl. Er ist vom Hals abwärts gelähmt. Er kann noch nicht mal allein essen. Aber er kann denken und fühlen. Und er kann hoffen. Hier erzählt er von seinem Leben vor dem Sprung: wie er zu Wetten dass ..? kommt. Davon, wie der Unfall geschieht. Das ist der Augenblick, in dem sein zweites Leben beginnt: Schock, Verzweiflung, Schmerz und Wut. Doch er trifft die Entscheidung, nicht aufzugeben. Und an dem Glauben festzuhalten, der ihn trägt. Das radikal ehrliche Zeugnis eines jungen Mannes, der nichts mehr zu verlieren hat und nur noch gewinnen kann. Eine Geschichte, die uns lehrt, die Kostbarkeit des Lebens neu zu schätzen…………
„Ich habe Ozzys Arsch öfter gesehen, als meinen eigenen.“ Die Gründung von „Black Sabbath“ ist auch die wahre Geburtsstunde des Heavy Metal. Und Heavy Metal ist weit mehr als einfach Musik – es ist inzwischen längst zum kompletten Lebensgefühl geworden. In seiner Autobiografie beschreibt Tony Iommi die Karriere rund um Ozzy Osbourne und „Black Sabbath“, gezeichnet von Drogeneskapaden, Gewalt und gigantischen Erfolgen. Gemeinsam mit Ozzy und der Band beginnt ein rauschendes Leben auf der Überholspur. Ihre Nächte enden meist auf den Partys der ganz großen Hollywoodstars und Tony weiß heute, dass er davon nichts mehr weiß: „Ich kann mich nicht mehr an Details erinnern, da wir uns zu viel Koks reingezogen haben.” Schnell wird das exzessive Leben zu einer Berg- und Talfahrt. Oft verlieren die Musiker völlig den Bezug zur Realität. Die Karriere gerät in den Hintergrund, während Aggressionen und Paranoia den Alltag der Band bestimmen…….
Kunst in digitalen Medien führt vielfach Experimente der klassischen Avantgarde weiter und schafft faszinierende ästhetische Phänomene. Wie begegnen Publikum und Kritik diesen neuen Erscheinungen? Soll man sich auf die Effekte der Programmierung konzentrieren, auf die Materialität der Zeichen und die Intensität des Erlebens, wie es Lyotards “Ästhetik des Ereignens” oder Gumbrechts “Kultur der Präsenz” vorgeben? Soll man, im Modus einer “Kultur des Sinns”, das Erlebte der Deutung unterziehen mit dem Ziel reflexiver Verunsicherung, die einst Adorno als Funktion von Kunst festschrieb? Wie nah steht die Ereigniskunst dem Spektakel und die Interaktivität der Kulturindustrie?
Das Jahrbuch für Literatur 17 öffnet sich einem angesichts der Krisenturbulenzen der Gegenwart aktuellen Thema. Die Welt im Wanken? Oder geht es bereits über das Ende hinaus? Und was dann? Ein bunter Strauß von Beiträgen kreist um derartige Fragestellungen. Wer sucht, findet im Jahrbuch aber auch das hoffnungsvolle Gegenteil: den Neubeginn nach dem Scheitern. Und es setzt noch andere Schwerpunkte: Texte von verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Beiträge über Leben und Werk berühmter Künstlerinnen und Künstler, gute Lyrik und anderes mehr………….







